Filmakademie-Diplomfilm gewinnt beim 33. Filmfestival Max Ophüls Preis
Filmpreis der Saarländischen Ministerpräsidentin für Sarah Judith Mettke
WZ, 26.01.2012.| Die 33. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis endete am Sonntag (22.01.2012) mit einem Erfolg für die Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg: Sarah Judith Mettke gewann für ihren Diplomspielfilm TRANSPAPA den „Filmpreis der Saarländischen Ministerpräsidentin“. Darüber hinaus konnte sich Filmakademie-Alumnus Christian Schwochow über eine „Lobende Erwähnung“ für seinen Spielfilm DIE UNSICHTBARE freuen.
Im Mittelpunkt von TRANSPAPA steht die pubertierende Maren, die erfährt, dass ihr Vater nicht wie vermutet auf einem Selbstfindungstrip in Nepal ist, sondern bereits seit vielen Jahren mit neuer Identität als Frau lebt. Sarah Judith Mettkes Abschlussfilm an der Filmakademie, zu dem sie auch das Drehbuch schrieb, wurde mit dem mit 5.500 Euro dotierten „Filmpreis der Saarländischen Ministerpräsidentin“ ausgezeichnet. „TRANSPAPA ist ein Film über Liebe, der mit großem handwerklichen Können und feiner Schauspielkunst über Zärtlichkeit, Toleranz und Respekt füreinander erzählt“, begründete die Jury ihre Entscheidung. „Er führt uns in die Nähe vieler unserer Sehnsüchte. Er berichtet aber auch mit subtilem Humor über den Mut, gesellschaftliche Normen abzustreifen.“
Sowohl TRANSPAPA also auch DIE UNSICHTBARE liefen im “Wettbewerb abendfüllender Spielfilm” und waren damit im Rennen um den renommierten Max Ophüls Preis. Die Jury mit Anna Thalbach, Hans W. Geißendörfer, Dominic Raacke, Franz Novotny und Johannes Naber vergaben den mit 18.000 Euro dotierten Preis schließlich an den Film „Michael“ des Österreichers Markus Schleinzer. In dieser Sektion erhielt Christian Schwochows DIE UNSICHTBARE über die schwierige Identitätssuche einer jungen Frau eine von zwei lobenden Erwähnungen. Der Jury hatten es vor allem seine „außergewöhnliche Regieleistung“ und das „grandiose Ensemble“ angetan. Sie rissen den Zuschauer „in den emotionalen Strudel des Selbstfindungsprozesses einer jungen Schauspielerin. Der Film lässt uns die Entstehung eines Kunstwerkes im Geflecht von Macht und Abhängigkeit intensiv miterleben.“
In diesem Jahr war die Filmakademie mit insgesamt elf studentischen Produktionen an der Saar vertreten – eine Rekordbeteiligung der Ludwigsburger Filmhochschule.
„Die Nominierung von elf Produktionen der Filmakademie Baden-Württemberg beim 33. Filmfestival Max Ophüls Preis war bereits ein großartiger Erfolg und ist ein weiterer Beweis für die hervorragende Ausbildung und die hohe Leistungsfähigkeit der Filmakademie Baden-Württemberg. Besonders freut mich, dass der Diplomfilm “Transpapa” von Sarah Judith Mettke mit dem Filmpreis der saarländischen Ministerpräsidentin ausgezeichnet wurde und der Debütfilm “Die Unsichtbare” von Christian Schwochow im Wettbewerb eine lobende Erwähnung erhielt“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Filmakademie Baden-Württemberg, Kunststaatssekretär Jürgen Walter.
Das Filmfestival Max Ophüls Preis gilt als eines der wichtigsten deutschsprachigen Nachwuchsfilmfestivals zur Förderung junger Regisseure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Film als Kunstform steht im Vordergrund und durch seinen bekannten Namensgeber auch die Auseinandersetzung mit einer langen Tradition deutscher Filmgeschichte. Vom 16. bis zum 22. Januar wurde dem Publikum und den Fachbesuchern ein vielseitiger und zugleich fokussierter Blick auf das aktuelle Filmschaffen geboten.
Weitere Informationen zu den Filmen unter www.max-ophuels-preis.de
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